5. August 2022

Q&As und Umfragen: So förderst du Interaktionen mit deinem Podcast

Sammle Kommentare, Anekdoten und Fragen deiner Hörer*innen mit nur ein paar Klicks.

Kommst du dir beim Podcasting manchmal so vor, als würdest du Selbstgespräche führen? Mit Q&As und Umfragen hat das ein Ende. Denn durch die neuen Features von Anchor werden deine Hörer*innen eingebunden.

Diese interaktiven Features bieten nie dagewesene Interaktionsmöglichkeiten zwischen Podcaster*innen und Hörer*innen. Q&As und Umfragen erhöhen die Publikumsbindung und machen deine Show interessanter, sorgen für Inspiration und können sogar die Inhalte und die weitere Entwicklung deines Podcasts beeinflussen.


So funktionieren Q&As und Umfragen

Aktiviere Q&As und Umfragen, damit Hörer*innen direkt an Podcast-Folgen teilhaben können. Wähle auf Anchor eine Folge aus, der du eine Frage oder Umfrage hinzufügen möchtest. Tippe dann auf den Tab „Community“, um sie zu formulieren. Sobald du damit zufrieden bist, tippe auf „Speichern“.

Tippe auf „Antworten anzeigen“, um eingegangene Antworten zu lesen. Deine Favoriten kannst du oben auf der Seite der Folge anheften, damit sie gleich gesehen werden.

Bei einem Q&A können Hörer*innen individuelle Antworten formulieren, bei Umfragen wählen sie aus bis zu sieben Antwortmöglichkeiten aus. Du bestimmst, wie lange die Umfragen aktiv sind. Während dieses Zeitraums werden die Antworten in Echtzeit dargestellt. Die Endergebnisse werden nach Ablauf der Umfrage angezeigt.  

Die Fragen für deine Q&As kannst du jederzeit bearbeiten. Wähle eines der Features (oder auch beide) aus und füge es einer beliebigen Folge hinzu. Q&As und Umfragen sind unglaublich vielseitig – setze sie so ein, wie du möchtest und wie es für deinen Podcast am besten ist. Probier’s einfach mal aus.


Warum Interaktionen mit Hörer*innen so wichtig sind

Gib Hörer*innen die Möglichkeit, mit dir zu interagieren, um die Bindung und damit die Loyalität zu stärken. Das wiederum führt zu einem allgemeinen Publikumszuwachs. Die Mitglieder der daraus entstehenden Community erzählen anderen von deinem Podcast, sie empfehlen ihn Freund*innen und Familienmitgliedern und erwähnen ihn auf Social Media.

Indem du Hörer*innen ermöglichst, an der Entwicklung deines Podcasts teilzuhaben, werden sie in gewisser Weise zu Mitwirkenden. Ihr Feedback kann deine Inhalte lenken, dir Anregungen geben und dich inspirieren und dir genau mitteilen, was ihnen gefällt und was sie von dir hören möchten.

Umfrageergebnisse und angeheftete Antworten bieten nicht nur tolles Material für deine Show, sondern sorgen auch für Gesprächsstoff in deiner Community. Motiviere deine Hörer*innen mit der Chance, ihre Antworten veröffentlicht zu sehen. Das weckt ihr Interesse und bewegt andere dazu, ebenfalls mitzumachen.

Mit mehr Interaktionen kannst du außerdem deinen Podcast optimieren. Das Feedback deiner Hörer*innen wird auf deinem Anchor Dashboard gesammelt, wo du ganz einfach darauf zugreifen kannst.  „Q&As und Umfragen sind direkt in Anchor integriert. Dadurch ist es total einfach, Feedback von meinem Publikum zu bekommen – etwas, das im Bereich Podcasting immer recht schwierig war“, sagt Michael Tucker, Host von Beyond the Screenplay. Das nennen wir mal Effizienz.


Best Practices für mehr Publikumsinteraktionen mit Q&As und Umfragen

Nutze diese interaktiven Features optimal, damit du und deine Hörer*innen gleichermaßen davon profitieren. Mit diesen Strategien kannst du die Interaktionen mit deinem Publikum steigern und die Entwicklung deines Podcasts beschleunigen.

Bau eine Beziehung zu deinem Publikum auf

Q&As und Umfragen geben dir Zugang zu deinen Hörer*innen und damit die Gelegenheit, sie besser kennenzulernen. So baust du eine Bindung zu ihnen auf.

Stelle den Hörer*innen beispielsweise am Ende jeder Folge eine ansprechende interaktive Frage, die zur Diskussion anregt. Tucker hat diesen Ansatz in Q&As für seinen Podcast „Beyond the Screenplay“ umgesetzt, in dem er die Storys hinter verschiedenen Filmen beleuchtet. „Gemeinsam mit jeder Folge veröffentlichen wir eine Frage, die sich auf den Film oder die behandelten Themen bezieht. Bei unserer Folge zum Film „Whiplash“ haben wir unsere Hörer*innen beispielsweise gefragt, was ihr Lieblingsfilm über besessene Künstler*innen ist. So lernen wir sie ein bisschen besser kennen“, sagt Tucker.

Du kannst dadurch deine Hörer*innen auch als Einzelpersonen besser kennenlernen. Beschränke dich nicht nur auf Podcasts, bitte deine Fans, Geschichten zu teilen, von Erlebnissen zu berichten oder ein paar interessante Dinge von sich zu erzählen. Frage sie zum Beispiel, wie es so läuft, wo sie am liebsten Urlaub machen oder was ihr erstes Konzert war, um sie zur Interaktion anzuregen.

Du weißt nicht genau, was du dein Publikum fragen sollst? Scott Lynch, Host des Podcasts „The Motivated Mind“ hat aus seiner eigenen Erfahrung ein paar Erkenntnisse gewonnen. „Denk an die Podcasts, die du selbst hörst. Welche Fragen sollten diese Creator*innen stellen? Wie würdest du gerne mit ihnen interagieren? Indem wir uns in die Lage von anderen versetzen, erhalten wir einen Anhaltspunkt, wie unsere Q&As und Umfragen aussehen könnten.“


Finde die Bedürfnisse deiner Hörer*innen heraus

Damit du deinen Hörer*innen den bestmöglichen Wert bieten kannst, musst du herausfinden, was sie sich wünschen, was ihnen wichtig ist, was ihnen nicht gefällt und was ihnen fehlt.

„‚Was hat dich in letzter Zeit gestört?‘ Solche Fragen ermöglichen es dir, Mäuschen zu spielen. Oft tun sich Leute schwer, genau auszudrücken, was sie sich von zukünftigen Folgen wünschen. Indem du die Frage auf diese Art stellst, erhältst du einen Einblick in die Bedürfnisse der Hörer*innen“, sagt Lynch.

Du kannst auch direkter fragen, was Hörer*innen von deiner Show erwarten, aber noch nicht erhalten haben, z. B. „Gibt es ein Thema, das wir noch nicht behandelt haben, worüber du aber gerne mehr wissen möchtest?“ oder „Was können wir dir in einer zukünftigen Folge erklären oder beantworten?“.

Lass dich von deinen Hörer*innen inspirieren

Die Ergebnisse der Umfragen und Antworten auf Fragen können Segmente oder ganze Folgen beeinflussen, je nach Input zu Themen, Diskussionsfragen, Gästeempfehlungen und mehr. Du kannst diese Ergebnisse und Antworten während der Folgen enthüllen und sie im Detail besprechen. Sogar ein ganzer Podcast ließe sich damit erstellen. Was wäre, wenn deine Show komplett auf den Antworten deines Publikums basiert? Sei kreativ und hab einfach Spaß. Die Möglichkeiten sind praktisch endlos.

Q&As funktionieren auch andersherum. Überreiche das Mikrofon zur Abwechslung mal deinen Hörer*innen. Lass sie die Fragen stellen, die du dann in der Show beantwortest. Das können beliebige Fragen über dich als Person sein, Fragen zum Produktionsprozess des Podcasts oder Fragen speziell zum Thema der Show.

Q&As und Umfragen sind eine tolle Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren, etwa wenn du gerade eine kreative Blockade hast oder einfach nur das Potenzial einer Idee austesten möchtest. „Wir haben Umfragen genutzt, um Entscheidungen über die Zukunft unserer Show zu treffen. Beim Abwägen verschiedener Optionen (etwa welche Filmtrilogie wir als Nächstes behandeln sollten) war es hilfreich, anhand der Umfragen zu sehen, was unsere Hörer*innen am meisten interessierte“, sagt Tucker.

Du kannst damit auch herausfinden, wie vergangene Folgen und Konzepte angekommen sind. „Jede meiner Folgen enthält Lektionen zu Denkweisen und Selbstentwicklung. Ich frage meine Hörer*innen mit Q&As, ob sie diese Lektionen angewendet haben und ob sie damit Erfolg hatten. Anhand dieser Erkenntnisse kann ich nachvollziehen, wie effektiv meine Ratschläge waren und ob mein Publikum möglicherweise wirkungsvollere Ansätze hat“, sagt Lynch. Diese Art von Feedback gibt dir die Gelegenheit, von deinen Hörer*innen zu lernen und zu erfahren, ob sie möglicherweise andere Taktiken verwenden.

Verwende Q&As für offene Fragen, Umfragen für vorgegebene Antwortmöglichkeiten

Beide Features haben ihre eigenen Vorteile und ihren eigenen Zweck. Q&As sind dafür da, Neues zu erfahren und deine Fans kennenzulernen. Umfragen haben Parameter und können dich beim Auswahlprozess unterstützen.

„In Q&As können sich Hörer*innen selbst ausdrücken“, sagt Tucker. Du stellst ihnen eine offene Frage und dann liegt es an ihnen, ihre Gedanken auszuformulieren.

Mit Umfragen gibt du Hörer*innen mehrere Antwortmöglichkeiten vor. „Umfragen sind perfekt, um herauszufinden, wo sich deine Begeisterung und die deiner Hörer*innen überschneiden. Du behältst dabei ein gewisses Maß an Kontrolle, indem du bestimmte Optionen vorgibst. Dein Publikum ist trotzdem an der Entscheidung beteiligt“, sagt Tucker.

„Wenn du dich als Podcaster*in schwertust, zwischen verschiedenen Optionen zu entscheiden, sind Umfragen besser geeignet, Feedback dazu einzuholen. Wenn wir beispielsweise wissen, dass wir an Halloween über einen Gruselfilm sprechen möchten, aber noch nicht entschieden haben, über welchen, können wir einfach eine Umfrage durchführen.“

Teile den Input der Hörer*innen

Du hast nun verschiedene Antworten erhalten. Der nächste Schritt ist, sie zu teilen. Dieser Schritt ist besonders wichtig, um diese Features zu promoten und die Beteiligung der Hörer*innen zu fördern.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Antworten und Umfrageergebnisse zu teilen. Besprich sie beispielsweise in deinen Folgen. Bei Q&As kannst du die komplette Antwort teilen und den*die Hörer*in in einem Shoutout erwähnen. Damit motivierst du Fans, regelmäßig zuzuhören, um herauszufinden, ob ihre Antwort im Podcast besprochen wird.

Tucker macht das gleich zu Beginn seiner Folgen, um Hörer*innen direkt zum Dranbleiben zu motivieren. Außerdem ist das die perfekte Gelegenheit, weitere Q&As und Umfragen zu promoten. „Erwähne Fragen oder Umfragen direkt in der Podcast-Folge, wenn du möchtest, dass sich möglichst viele Hörer*innen beteiligen. Wir versuchen zum Beispiel, alle Fragen gleich am Anfang anzusprechen: ‚An alle Hörer*innen, die die Spotify App nutzen, unsere Frage an euch lautet …‘.“

Teile interessante Antworten in allen Onlinekanälen, die du auch zum Promoten deines Podcasts verwendest, einschließlich Social Media und E-Mail.


Publikumsinteraktionen machen Podcasts weniger einseitig

Dank der neuen Interaktionsmöglichkeiten mit dem Publikum ist das Format lange nicht mehr so beschränkt, wie es anfangs war. Podcasts waren lange Zeit vor allem Output und kaum Input. Jetzt können sich Creator*innen wirklich mit ihren Hörer*innen austauschen.

„Die Erstellung eines Podcasts ist so lohnenswert, weil du eine Community aufbaust. Eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Durch diese Interaktionen kommen die Personen am anderen Ende des Mikrofons auch mal zu Wort. Als Podcaster*in geht es nicht immer nur ums Reden, sondern auch ums Zuhören. Es inspiriert uns, zu erfahren, wie unsere Worte das Leben der Hörer*innen beeinflusst haben und wie sie dieses Wissen weitergeben“, sagt Lynch.

„Mit diesen Features bekommst du Feedback von den Personen, die deine Arbeit am meisten schätzen, und du kannst ihnen deine Dankbarkeit zeigen“, sagt Tucker.


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