August 2020

Die Leistung deiner Folgen verstehen

Erfahre, wie du das Interesse von Hörer*innen aufrechterhältst, indem du mithilfe von Diagrammen zur Abbruchquote aus Spotify deine Show verbesserst.

Die Podcast-Analytics von Anchor enthalten jetzt auch Diagramme zur Abbruchquote von Folgen. Wir erklären dir, wie du diese Daten nutzt, um deine Hörer*innen bei der Stange zu halten und die Reichweite deiner Show zu vergrößern.

Beim Versuch, deinen Podcast weiterzuentwickeln, sind normalerweise viel Rätselraten und Unsicherheit im Spiel. Es kann schwierig sein, festzustellen, wie viele Personen deine Folgen in einem bestimmten Moment tatsächlich hören, geschweige denn zu wissen, welche Segmente den Hörer*innen am besten gefallen.

Auf den meisten Podcasting-Plattformen wird die Leistung anhand der Anzahl der Downloads gemessen. Diese Info kann zwar auf hohem Niveau hilfreich sein, doch nicht alle Aufrufe sind gleich viel wert. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Personen, die zwei Minuten lang reinhören, und Personen, die die ganze Folge dabeibleiben. Außerdem sagen Downloadzahlen nichts Genaues darüber aus, ob deine neue Werbepause oder das neue Intro dein Publikum positiv oder negativ beeinflusst haben.

Unsere Diagramme zur Abbruchquote basieren auf Daten zum Hörverhalten bei Spotify. Seit ihrer Einführung können Podcaster*innen endlich ganz genau unter die Lupe nehmen, was passiert, nachdem ein*e Hörer*in auf „Play“ gedrückt hat. Die Abbruchquote deiner Folge sagt dir exakt, welche Folgen und Segmente die Aufmerksamkeit deines Publikums auf sich gezogen und an welchen Stellen deine Hörer*innen abgeschaltet haben. So kannst du strategische Entscheidungen treffen und erfährst nicht nur, wie dein Content abschneidet, sondern auch, warum das so ist.

Hier siehst du einige Beispieldaten, mithilfe derer du deine Analytics interpretieren und so handlungsorientierte Schlüsse für deine Show ziehen kannst. Da alle Podcasts einzigartig sind, wird die Kurve der Hörer*innen-Bindung nicht für alle gleich aussehen. Sobald du jedoch einige der gängigen Performance-Trends verstehst, kannst du strategisch bessere Maßnahmen zur Optimierung deines Podcasts treffen. So wird jede Folge besser als die letzte.

Was bedeuten diese kleinen Einbrüche?

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Diese Vertiefungen in der Kurve? Vergleiche die Zeitstempel mit den Segmenten, in die du deine Folgen eingeteilt hast. Dann siehst du, dass diese Einbrüche vermutlich zur selben Zeit wie deine Werbepausen auftreten. Dieses kurze Wegfallen von Hörer*innen bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie deinen Podcast verlassen haben. In den meisten Fällen normalisiert sich die Kurve auf dasselbe Niveau wie vor der Werbung. Die meisten Hörer*innen überspringen die Ads also einfach nur.

Warum verläuft meine Kurve nicht gleichförmig?

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Wenn die Leistungsdaten deiner Folge eher einer Treppe als einer Skipiste ähneln, liegt das vermutlich an der Größe deines Publikums. Die Prozentzahl der Hörer*innen, die weiter zugehört haben, ist proportional zur Gesamtanzahl der Hörer*innen. Wenn du also gerade erst anfängst und noch kein großes Publikum hast, sind die Schwankungen dieser Metrik drastischer. Das Diagramm oben zeigt die Kurve der Bindung für einen neuen Podcast mit ungefähr 10 Hörer*innen. Du kannst trotzdem erkennen, welche Segmente am meisten Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wenn du mehr Hörer*innen gewinnst, wird die Kurve glatter verlaufen.

Was bedeutet ein starker Rückgang zu Beginn?

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Bei dieser Folge sehen wir direkt zu Beginn eine starke Abnahme und eine durchschnittliche Hörzeit von nur ungefähr 10 Sekunden. Falls du auf ein ähnliches Diagramm stößt, solltest du bei deinen anderen Folgen nachsehen, ob es sich um ein isoliertes Ereignis handelt oder ob sich der Trend fortsetzt. Hör dir die Folge dann einmal an und versuche zu verstehen, warum dein Publikum so schnell abspringt.

Das obige Diagramm stammt von einer Person aus dem Anchor Team, der später auffiel, dass die Soundqualität der Folge zu wünschen übrig lies und das Intro nicht so gelungen war wie der Rest der Show. Aus diesen Informationen schloss sie, dass ihre Hörer*innen Wert auf eine gute Produktion legen. Sie nutzte diese Erkenntnis, um bei zukünftigen Folgen die Bindung zu erhöhen.

Wenn du gerade erst anfängst, fällt dir wahrscheinlich auf, dass deine ersten Podcast-Folgen öfters direkt am Anfang abgebrochen werden. Das liegt vermutlich an neuen Hörer*innen, die nur in deine Show reinhören, um zu entscheiden, ob sie überhaupt Interesse daran haben. Dieser Rückgang stabilisiert sich voraussichtlich, sobald du ein festeres Publikum hast.

Wie gestalte ich mein Intro so fesselnd wie möglich?

Hörer*innen neigen dazu, schnell wieder abzuspringen. Es ist also enorm wichtig, sich so früh wie möglich ihre Aufmerksamkeit zu sichern.

Das hier ist ein Diagramm unseres Anchor Teammitglieds John, Co-Host der Show UnderUnderstood:

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Es zeigt eine Folge aus Staffel 1 von Johns Podcast, die ein relativ langes Intro von ungefähr einer Minute hatte. Erst danach wurden die Segmente spannender. Wie du siehst, kam es hier gleich am Anfang zu einem Rückgang – John verlor um die 10 % seiner Hörer*innen.

Hier zum Vergleich eine spätere Folge, bei der John ein wesentlich kürzeres, nur wenige Sekunden langes Intro getestet hat:

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Auch hier nimmt die Zahl der Hörer*innen zu Beginn ab, aber der Rückgang fällt wesentlich schwächer aus als bei der längeren Einführung. Je schneller du in deiner Folge auf den Punkt kommst, desto wahrscheinlicher ist es, dass deine Hörer*innen dranbleiben.

Wie kann ich die Leistung verschiedener Folgen vergleichen?

Es ist hilfreich, Folgen zu vergleichen, die vieles gemeinsam haben, etwa das Thema, die Länge oder die Struktur. So arbeitest du wesentliche Unterschiede heraus, die die Vorlieben deiner Hörer*innen zeigen.

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Die oben stehenden Diagramme stammen aus 2 Folgen desselben Podcasts. Die Folgen sind so gut wie gleich, was das Thema, die Gäste und die Atmosphäre insgesamt angeht. Der grundlegende Unterschied ist, dass die Folge auf dem zweiten Diagramm mit ungefähr 40 Minuten wesentlich länger ist als die üblicherweise kurzen Folgen des Podcasts.

Bei der 40-minütigen Folge ist ein steiler Rückgang nach nur wenigen Minuten zu sehen. Die Bindung muss zwar bei längeren Shows nicht unbedingt niedriger ausfallen. Doch da dieser Podcast normalerweise in kleinen Häppchen veröffentlicht wird, kann man davon ausgehen, dass das Publikum mit dem erweiterten Format nicht zurechtkommt oder noch einige Folgen braucht, um sich daran zu gewöhnen.

Indem du Trends und Abweichungen in den Leistungsdaten deiner Folgen erkennst und dir deinen Content nochmal anhörst, stellst du schnell fest, was für deine Hörer*innen funktioniert und woran du noch arbeiten kannst. Starke und plötzliche Veränderungen bei der Hörer*innen-Bindung sind ein guter Indikator dafür, dass dein Werbeslot einen neuen Einstieg braucht, deine Audioqualität ausbaufähig ist oder dein Gast ein wenig zu ausschweifend war.

Sobald du weißt, wie die Leistung deiner Folgen im Normalfall aussieht, kannst du mit Daten zur Abbruchquote effektiver neue Showformate und Folgensegmente testen. In Verbindung mit demografischen Daten und Analytics zu Streamingplattformen ermöglichen dir diese Insights bessere Marketinginitiativen und ein stärkeres Hörer*innen-Engagement. Alle Daten, die du für eine Weiterentwicklung deiner Show brauchst, stehen dir zur Verfügung.

Um die Abbruchquote deiner Folgen anzusehen, rufe dein Anchor Dashboard auf und wähle eine Show aus deiner Folgenliste.

Mehr Infos: Wachsen