25. Januar 2022

Als Creator*in weißt du natürlich längst, dass Podcasting eine Kunst für sich ist – es ist aber auch eine Wissenschaft. Du musst daher genau wissen, wer deine Hörer*innen sind und wie sie mit deinem Podcast interagieren, um die Bekanntheit effektiv zu steigern. Hier kommen Podcast-Analytics ins Spiel.

Die Analytics umfassen Daten zum Hörverhalten und Insights zur Personen, die deinen Podcast hören. Dazu gehören unter Umständen auch gesammelte Daten über die Hörer*innen, wie Standort, Alter und andere demografische Informationen. Mach dich unbedingt mit diesen Daten vertraut, damit du fundierte Entscheidungen über zukünftige Inhalte treffen kannst. Und das Beste daran? Du musst kein*e Expert*in sein, um die Bedeutung der Daten zu verstehen.

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du mithilfe von Podcast-Analytics deinen Content optimieren und neue Fans gewinnen kannst – ganz unabhängig davon, ob du gerade erst loslegst oder schon eine treue Fangemeinde hast.

Podcast-Analytics findest du auf deinem Anchor Dashboard unter Leistung deines Podcasts.Mit den mobilen Analytics von Anchor kannst du diese Daten auch auf dem Smartphone oder Tablet anzeigen.

Auf deinem Analytics-Dashboard gibt es richtig viel zu sehen. Wir stellen hier vier Best Practices vor, mit denen du diese Daten optimal nutzen kannst.


1. Behalte bei deinen Entscheidungen stets die Daten zu deinen Hörer*innen im Blick

Spotify liefert Daten nur in Form von aggregierten Trends, nicht für einzelne Nutzer*innen. Auf diese zwei Arten von Daten solltest du besonders achten:

Alter und Geschlecht

Nehmen wir mal an, dass die Mehrheit deines Publikums aus Frauen im Alter von 23 bis 27 Jahren besteht. Idealerweise wählst du Themen oder Gäste aus, die für diese Altersgruppe relevant sind.


Als die Co-Hosts von „Blood On Their Hands: A Big Brother Fancast“ feststellten, dass ihr Publikum zu 54 % aus Frauen und 46 % aus Männern bestand, entwickelten sie eine umfangreiche Werbestrategie für die Show.

„Da ich jetzt weiß, dass meine Show bei Frauen ein bisschen beliebter ist, kann ich sie gezielt bewerben und versuchen, so mein Publikum insgesamt zu vergrößern“, sagte Maya Prohovnik, Co-Host der Show und Director of R&D bei Spotify Talk Mission. „Je nachdem, wie sich das auf die Bindung auswirkt, kombiniere ich diesen Ansatz mit Folgensegmenten und Werbeinhalten, die auf alle Demografien abzielen, damit mein Podcast weiterhin eine breite Bevölkerungsschicht anspricht.“

Geografischer Standort

Standortdaten geben an, wo auf der Welt dein Podcast gehört wird. Genaue geografische Daten beeinflussen die Inhalte, die du erstellst, und die Art und Weise, wie du deine Show promotest.


Deine Show hat viele Hörer*innen in einer bestimmten Stadt oder Region? Lade doch Gäste ein, die einen Bezug dazu haben. Oder lass dich selbst dort blicken und nimm eine Folge in einer Gegend auf, in der du viele Fans hast.

Vielleicht möchtest du auch dein internationales Publikum vergrößern. Schau einfach mal nach, in welchen Ländern deine Show gehört wird und konzentrier dich darauf, beispielsweise durch gezielte Werbekampagnen oder Zusammenarbeit mit Influencer*innen.


2. Berücksichtige bei zukünftigen Inhalten, was in der Vergangenheit gut angekommen ist

Auf Anchor siehst du die am häufigsten gehörten Folgen in einem ausgewählten Zeitraum. Du solltest natürlich auf alle deine Inhalte stolz sein, aber es gibt immer Folgen, die besonders gut abschneiden. Mit diesem Wissen kannst du mehr Content erstellen, den deine Hörer*innen lieben.


Angenommen, die meisten deiner Folgen waren Interviews mit Gästen, aber eine Folge nur mit dir ist überraschend oft gehört worden – da macht es doch Sinn, ein paar weitere Solofolgen einzuplanen.

Hat ein bestimmtes Thema viele Wiedergaben erzielt? Geh nochmal auf dieses Thema ein, aber von einem anderen Blickwinkel aus. Hat ein bestimmter Gast besonders viele Hörer*innen gelockt? Lade diese Person nochmal ein oder buche einen Gast mit ähnlicher Persönlichkeit oder Erfahrung.

Das ist wie in einem Restaurant: Der*die Küchenchef*in merkt, dass ein Gericht immer ausverkauft ist, und bestellt einfach mehr Zutaten. (Was er*sie auf keinen Fall tut, ist das Gericht von der Speisekarte zu nehmen.)


3. Daten zum Hörverhalten geben Aufschluss darüber, wie dein Content konsumiert wird

Deine Analytics umfassen einen Abschnitt zur Streamingplattformen. Dort siehst du, mit welchen Apps und Geräten deine Show gehört wird. Nutze diese Insights, um relevantere Calls-to-Action zu gestalten, oder optimiere deine Show für bestimmte Geräte.

Wenn die Mehrheit deiner Fans Mobilgeräte verwendet, hören sie deine Show vermutlich unterwegs. In diesem Fall solltest du auf visuelle Elemente in deinen Folgen verzichten, da Fans, die nur zuhören, außen vor gelassen und aus der Story gerissen werden.

Wenn hingegen viele Hörer*innen einen Computer verwenden, kannst du Video-Podcasts auf Spotify erstellen. Fans können deine Inhalte dann wie eine Talkshow anschauen.

Verbreite deinen Podcast auf verschiedenen Plattformen, um die Reichweite zu maximieren. Wenn du weißt, wie dein Podcast gehört wird, weißt du auch, welche Plattformen lohnenswert sind, ob das nun Spotify ist oder eine andere.


4. Berücksichtige die Abbruchquote deiner Folgen, um die durchschnittliche Wiedergabezeit zu erhöhen

Die durch die Streamingtechnologie von Spotify bereitgestellten Daten zur Abbruchquote bieten dir eine sekundengenaue Übersicht darüber, wie viele Hörer*innen bis zu welchem Zeitpunkt dabeibleiben. Daran erkennst du, welche Segmente ansprechend sind und an welchen du noch ein wenig arbeiten musst.

Klicke einfach auf deinem Anchor Web-Dashboard auf eine Folge, um Infos zur Abbruchquote zu erhalten. Dadurch wird ein Leistungsdiagramm erstellt (siehe Abb. unten). Die Einbrüche zeigen an, wo Hörer*innen entweder einen Teil geskippt oder die Folge abgebrochen haben.


So siehst du direkt, wo das Publikum ausgestiegen ist, und musst nicht lange herumrätseln, was gut ankommt (und was nicht). In zukünftigen Folgen machst du’s dann einfach besser. Wenn du eine starke Abnahme der Hörer*innen-Bindung feststellst, hör nochmal in dieses Folgensegment rein und versuch nachzuvollziehen, was der Grund sein könnte.

Wenn die Bindung hingegen in einem Abschnitt sehr hoch ist, erstellst du am besten einen Clip, um die Folge auf Social Media zu promoten. Du kannst sogar die ganze Folge mit den Podcast-Abos von Anchor monetarisieren, da du weißt, dass der Content gut ankommt.

Im Beispiel unten springen relativ viele Hörer*innen gleich zu Beginn ab. Sieh einen solchen Fall als Gelegenheit an, die ersten paar Minuten deiner Show nochmal zu verfeinern. Erwähne beispielsweise interessante Infos gleich am Anfang oder füge einen Teaser ein, um das Publikum zu fesseln. Manchmal reicht es aber auch schon, einfach das Intro zu verkürzen.

Es reicht übrigens nicht, nur die Leistung einzelner Folgen zu betrachten. Du musst die Abbruchquote über mehrere Folgen hinweg vergleichen, um Muster zu erkennen. Wenn deine Folgen beispielsweise eine Stunde lang sind, Hörer*innen jedoch nach ca. 45 Minuten schon abspringen, solltest du die Folgen kürzen.


Fundiertes Wissen für nachhaltiges Wachstum

Du verbringst unzählige Stunden mit dem Erstellen von Inhalten, die deine Fans lieben. Daher ist es wichtig, dass dieser Aufwand langfristig zum Wachstum deines Podcasts beiträgt. Du musst nicht herumprobieren, bis etwas funktioniert, wenn du Daten zur Verfügung hast, die dir genau zeigen, was zu tun ist.

Wenn du Podcast-Analytics verstehst, tappst du nicht mehr im Dunkeln, sondern kannst fundierte Entscheidungen über deine Show treffen – egal, ob es darum geht, deinen Inhaltskalender zu planen oder eine neue Folge auf kreative Weise zu promoten.

Wenn du eine kreative Blockade hast, deine Hörer*innen-Zahlen stagnieren oder du einfach einen Schritt voraus sein möchtest, sorgt ein kurzer Blick in deine Podcast-Analytics mit Sicherheit für Inspiration.