19. September 2019

Das passende Podcast-Thema finden

Du möchtest also einen Podcast machen? Wunderbar. Aber zuerst musst du dich für ein Thema entscheiden. Hier sind ein paar Fragen, die dir beim Einstieg helfen.

Was fesselt dich so richtig?

Stell dir diese Frage: Worüber könntest du stundenlang reden? Ohne, dass du dir Notizen gemacht hast oder dich jemand danach gefragt hat? Manchmal ist es schwierig, das herauszufinden. Wenn du auf dem Schlauch stehst, frag doch mal die Personen, die dir nahestehen. Was sprechen deine Freund*innen am liebsten gar nicht erst an, weil du dann wieder nicht aufhörst, Vorträge darüber zu halten? Achte auf die Dinge, die dich wirklich mitreißen oder dich irgendwie schon immer fasziniert haben.

Du kannst dir auch überlegen, was für eine Art Podcast du gerne hören möchtest, den es noch nicht gibt. Vielleicht hast du ein Hobby, über das du dich gerne mit anderen austauschen würdest, oder du bist ein leidenschaftlicher Fan einer Liebesromanreihe, über die niemand spricht. Oder du möchtest Menschen helfen, die in ihrem Leben die gleichen Herausforderungen überwunden haben wie du. Die Chancen stehen gut, dass jemand anderes sich ebenfalls wünscht, diese Show würde existieren. Diese Personen werden dir liebend gerne zuhören.

Das Wichtigste aber ist, dass du dir etwas aussuchst, das dich interessiert. Deine Hörer*innen können spüren, wenn dir etwas am Herzen liegt. Aber das ist nicht alles. Du bist dafür verantwortlich, die Show voranzutreiben, Fragen zu stellen und auf eigene Faust Themen zu recherchieren, also entscheide dich für etwas, über das du sowieso mehr erfahren möchtest.

Mach dir nicht zu viele Gedanken über Leidenschaft. Dieses Wort wird oft in den Mund genommen und ruiniert so manche gute Idee gleich zu Beginn. Konzentriere dich stattdessen auf etwas, dass dich neugierig macht, ein Thema, zu dem dir nie die Fragen ausgehen. (Das wird dir auf lange Sicht helfen, wenn du nach drei Monaten nicht mehr weißt, wie es weitergehen soll.)

Sobald du einige spannende Themen gefunden hast, kümmerst du dich um die Details.

Was davon lässt sich gut ins Audioformat übertragen?

Audio ist nur eine Möglichkeit, deine Story zu erzählen. Es ist aber eine besonders effektive. Schau dir die möglichen Themen an und überlege, warum sie sich besonders für einen Podcast eignen. Stell dir deine Geschichte in verschiedenen Formaten vor – einem Blogpost, einer Instagram-Story oder einem Vlog – und lass dir die jeweiligen Vor- und Nachteile im Vergleich mit einem Podcast durch den Kopf gehen.

Einige Dinge sind ganz klar ideal für Audio geeignet: beispielsweise Interviews mit Gästen oder ASMR. Inhalte mit einer starken visuellen Komponente hingegen lassen sich mit einem Podcast nicht so gut rüberbringen. Aber auch für solche Fälle gibt es richtig kreative Lösungen, wie diese hier zum Beispiel. Wenn sich dein Podcast mit Fürsprache und Aktivismus beschäftigt, ist das eine einzigartige Gelegenheit, die Stimmen an der Spitze der Bewegung in den Mittelpunkt zu stellen. Überlege dir, welchen Aspekt deines Themas du am interessantesten findest. Dabei kannst du auch gleich über potenzielle Formate nachdenken, mit denen deine Idee am besten präsentieren werden kann.

Podcasting ist ein intimes Medium. Das ist allgemein bekannt. Podcasts eignen sich hervorragend für tiefgründige Gespräche, starke Geschichten und unterhaltsame Audiospielereien. Egal für welches Thema du dich entscheidest, versetze dich dabei in deine Hörer*innen rein.


Warum bist du die richtige Person, um diese Geschichte zu erzählen?

Es gibt viele mögliche Antworten auf diese Frage, je nach Thema und Format. Vielleicht durchforstest du vor jeder Show das gesamte Internet und recherchierst gründlich. Vielleicht hast du einen ganz besonderen Sinn für Humor. Oder du hast eine persönliche Verbindung zu der Thematik und bist deshalb wie dafür gemacht. Finde deinen einzigartigen Blickwinkel und schau dir dein Thema noch einmal aus dieser Perspektive an.

„Aber ich bin doch kein*e Expert*in?“ Keine Sorge. Das musst du auch nicht sein, um deine Show gut zu vermitteln. Wenn du authentisch bist, kommt es durch. Du wirst das super machen. Je besser du erkennst, warum nur du deinen Podcast aufnehmen kannst, desto einfacher ist es auch, neue Hörer*innen dazu zu bringen, reinzuhören.

Und jetzt?

Sobald du dich ungefähr auf ein Thema und einen Stil festgelegt hast, überleg dir deine drei Traumfolgen: Welche Fragen würdest du stellen, welche Themen würdest du vorbereiten und wen würdest du interviewen? Natürlich werden sich dein Thema und deine Herangehensweise im Laufe der Zeit ändern, egal wie viel du im Voraus planst. Das ist ganz normal. Es erfordert Übung, in einen Rhythmus zu kommen. Mach dir also keine Sorgen, wenn am Anfang nicht alles glattgeht.

Das Wichtigste ist, dass du Spaß hast! Dein Podcast gibt dir die Möglichkeit, mit Menschen zu sprechen, die du bewunderst, an andere Orte zu reisen, Dinnerpartys für coole Gäste zu veranstalten und abgedrehte Bücher zu lesen. Nimm deine Show als Ausrede, um Dinge auszuprobieren und dich herauszufordern, egal ob du es professionell oder aus persönlichem Interesse tust. Wie bei fast allen Dingen im Leben gilt: Wenn du bei der Aufnahme Spaß hattest, hören wir auch gerne zu.

Du hast noch nicht mit deinem Podcast angefangen? Kreiere etwas Fantastisches mit Anchor, der einfachsten Möglichkeit, einen Podcast zu erstellen – und zwar kostenlos. Wie immer freuen wir uns sehr über dein Feedback per E-Mail, Twitter oder Instagram.

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